Durchlauferhitzer: Eine sinnvolle Warmwasser-Lösung?

 

Gerade nach einem anstrengenden und langen Tag freut man sich einfach nur noch darauf nach Hause zu kommen, unter die Dusche zu springen und zack – der Kälteschock! Dabei hatte man sich doch so sehr aufs Duschen gefreut, was man jedoch ganz vergessen hatte war, dass vor uns bereits jemand die Dusche benutzt hatte und der Warmwasserboiler noch damit beschäftigt ist frisches Warmwasser aufzubereiten.

 

 

Durchlauferhitzer Geräte hingegen protzen mit Unmegen an Warmwasser Kapazitäten, sowie zuverlässiger Wasserversorgung zu jeder Zeit. Aber worauf sollte man achten, schließlich ist Durchlauferhitzer nicht gleich Durchlauferhitzer!

 

3 Durchlauferhitzer Typen im Überblick

 

Zunächst einmal solltest du zwischen einem hydraulischen, gasbetriebenen und elektrischen Durchlauferhitzer unterscheiden. Der hydraulische Durchlauferhitzer ist meistens auf 3 unterschiedlichen Stufen regulierbar. Die Heiztemperatur orientiert sich jedoch an dem Wasserdruck und somit verhält sich die Temperatur „passiv“. Zwar sind diese Varianten meistens etwas günstiger in der Anschaffung, jedoch garantiert keine Lösung für eine größere Zapfstelle wie eine Dusche, sondern eher für ein Handwaschbecken geeignet.

 

 

Das Problem hierbei ist, dass keine größeren Warmwassermengen aufbereitet werden können, auf Grund der meist sehr geringen Kilowatt Heizleistung und somit Wunsch-Temperaturen nunmal „Wunsch“ -Temperaturen bleiben. Ein gasbetriebener Durchlauferhitzer hingegen ist meistens in einem höheren Preissegment angesiedelt, dafür ist dieser aber was die laufenden Kosten betrifft sehr effizient. Somit rendiert sich ein Gas-Gerät immer, sofern man auf Langfristigkeit abzielt.

 

 

Zu beachten gilt jedoch, dass man bereits einen Gas-Anschluss vorliegen haben sollten, da sich aufwendige Reperatur Arbeiten ansonsten nicht wirklich lohnen. Zu guter letzt solltest du noch den elektrischen Durchlauferhitzer kennen, welcher in den meisten Haushalten zum Einsatz kommt. Die Heizleistung ist ähnlich wie bei einem Gas-Typ in einer Spanne von 18-27 Kilowatt wählbar und somit ideal für den Betrieb einer Einzeldusche geeignet. Die Anschaffungskosten sind meistens in einem unteren bis mittleren Dreistelligen Betrag angesiedelt.

 

Welche Leistung darf es sein?

 

Bevor man sich für eines der 3 Gerätschaften entscheiden kann, sollte man wissen, welche Durchlaufmengen an Wasser überhaupt benötigt werden. Dafür ist in erster Linie zu entscheiden, wie viele Zapfsäulen (Waschbecken, Dusche, Gästebad, etc.) damit betrieben werden sollen. Die meisten Durchlauferhitzer befinden sich in einem Segment von 18-27kW, für eine Einzeldusche ist beispielsweise 18 kW ausreichend, sofern man von Durchflussmengen von 9-15L pro Minute ausgeht.

 

 

Diese Heizleistung würde ausreichen, um dauerhaft Warmwasser zu gewährleisten. Sofern zeitgleich 2 Duschen mit einem einzelnen Durchlauferhitzer in Betrieb genommen werden könnten, sollte man mindestens 27kW aufwärts in Erwägung ziehen. Bei dem Betrieb von einem Handwaschbecken reicht bereits ein Durchlauferhitzer von 4,5 – 7kW vollkommen aus.

 

Montage & Instandhaltung.

 

Die Montage sollte im besten Fall immer über einen Fachmann installiert werden, es sei denn, man hat eine fachgerechte Anleitung und etwas handwerkliches Geschick, sowie das nötige Werkzeug. Sofern diese Ressourcen vorhanden sind, dann ist es durchaus auch möglich einen hydraulischen oder gar elektrischen Durchlauferhitzer eigenständig zu montieren.

 

Bei einem Gas-Typ solltest du das aber NIEMALS selbst versuchen, sofern du nicht vom Fach bist! Diese Geräte setzten äußerste Montagekenntnisse vorraus, sowie den korrekten Anschluss an die Gasleitung. Was die Instandhaltung anbelangt, ist dies immer abhängig von Wohnlage.

 

Man sollte hierbei 2 Faktoren beachten, zum einen sollte die Wasserhärte geprüft werden und zum anderen der Wärmeverlust. Sollte ein Wärmeverlust auftreten, dann kann das Gerät nicht mehr effizient arbeiten und das würde sich durch mangelhafte Warmwasser Temperaturen, sowie erhöhten Energiekosten bemerkbar machen. Die Entkalkung empfiehlt sich in solchen Fällen 1x jährlich.


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